Foto PAP/K. Kaczmarczyk (1)
Totalizator Sportowy (TS) hat beschlossen, die Preise für Frauen und Männer bei den Sieger- und Etappensiegerprämien sowie den aktivsten weiblichen Teilnehmer und den aktivsten LOTTO-Teilnehmer, um die die Radsportler bei der Tour de Pologne Women und der Tour de Pologne UCI WorldTour kämpfen, anzugleichen. “Es lohnt sich, ein gutes Beispiel für andere Sponsoren und andere Organisatoren von Wettbewerben in anderen Sportdisziplinen zu geben”, sagte Beata Stelmach, Vorstandsvorsitzende von Totalizator Sportowy, während der diesjährigen Impact’26 in Poznań, einem internationalen Wirtschafts- und Technologiekongress.
Beata Stelmach nahm an der Podiumsdiskussion “Von der Vielfalt zur Zugehörigkeit, wie Führungskräfte eine Kultur der echten Gleichberechtigung aufbauen” teil, bei der Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft darüber berichteten, wie das im Titel der Podiumsdiskussion genannte Prinzip in den von ihnen geführten Unternehmen umgesetzt wird.
“Das soll der Maßstab sein. Frauen und Männer verdienen die gleichen Auszeichnungen. Frauen geben sich im Radsport genauso viel Mühe wie Männer. Wir möchten, dass andere Disziplinen, andere Partner und andere Sponsoren unserem Beispiel folgen”, appellierte Präsident Stelmach auf dem Podium.
Die Vorstandsvorsitzende Beata Stelmach wies darauf hin, dass Diversität in großen Organisationen besonders wichtig ist, und in der von ihr geleiteten TS betrifft Diversität zum Beispiel das Alter der dort beschäftigten Mitarbeiter.
“Bei Totalizator Sportowy beschäftigen wir siebentausend Mitarbeiter, von denen einige frischgebackene Hochschulabsolventen sind, andere wiederum kurz vor dem Rentenalter stehen. In unserem Fall gilt diese Vielfalt also auch für das Alter, was sehr wertvoll ist”, sagte Beata Stelmach.
Anna Papka, Direktorin für Corporate Relations and Impact bei McDonald's Polska, sagte, dass dieses Unternehmen, das ca. 38.000 Menschen in Polen beschäftigt, Vielfalt kein Unternehmensziel ist, das McDonald's anstrebt, sondern dass Vielfalt einfach die Art ist, wie das Unternehmen ist.
“Die Frage ist, wie wir diese Vielfalt in etwas umwandeln können, das wir Zugehörigkeit und Einbeziehung nennen können, denn für mich bedeutet Vielfalt zum Beispiel, wer am Tisch sitzt, und Zugehörigkeit bedeutet, wer ein Mitspracherecht und Einfluss auf organisatorische Entscheidungen hat, darauf, wie die Organisation funktioniert. Ich habe den Eindruck, dass diese Zugehörigkeit vor allem in schwierigen Momenten, wenn etwas schief läuft oder eine Krise eintritt, auf die Probe gestellt wird”, so Direktorin Anna Papka.
Maciej Herman, Geschäftsführer von LOTTE Wedel, stellte fest, dass Untersuchungen zeigen, dass bei Personalentscheidungen über Beförderungen oder die Besetzung bestimmter Positionen immer noch hauptsächlich Stereotype berücksichtigt werden.
“In Norwegen hat sich nach der Einführung von Quoten herausgestellt, dass die Zahl der Mädchen, die sich an Universitäten, technischen und kaufmännischen Schulen beworben haben, dramatisch gestiegen ist, weil sie endlich glaubten, dass sie in diesen Bereichen eine Chance haben würden. Es ist nicht so, dass Männer technisch versierter und Frauen weniger versiert sind, es geht nur darum, Frauen mit Hilfe von Top-down-Instrumenten den Aufstieg zu ermöglichen”, so Herman.
Prof. Andrzej Leder vom Institut für Philosophie und Soziologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften sagte, dass die Toleranz für Vielfalt in Polen ihre Grenzen hat und die Menschen dazu neigen, verschiedene Merkmale zu hierarchisieren.
“Das bedeutet, dass sie bestimmte Menschen aus dem einen oder anderen Grund für besser halten, zum Beispiel halten sie besser gebildete Menschen für besser und weniger gebildete Menschen für schlechter”, so Prof. Leder.
Marta Życińska, Generaldirektorin der polnischen Niederlassung von Mastercard Europe, sagte, dass es geeignete Instrumente zur Förderung der Vielfalt geben sollte, insbesondere in Bezug auf das Geschlecht.
“Ich möchte Ihnen mitteilen, dass wir über hervorragende Einstellungsinstrumente verfügen. Wenn wir nach Geschlecht rekrutieren, muss mindestens eine Frau dabei sein. Was das Lohngefälle angeht, über das wir hier auch gesprochen haben, so führen wir einmal im Jahr ein Audit durch, und alle Ungleichheiten werden beseitigt”, sagte Marta Życińska.
90 Stunden Debatten, Reden, Sitzungen, 650 Redner, 25 thematische Tracks - die 11. Ausgabe von Impact, einem der wichtigsten Wirtschafts- und Technologiekongresse in unserem Teil Europas, fand in Poznań statt. In der Hauptstadt von Großpolen waren unter anderem der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, der ehemalige kanadische Premierminister Justin Trudeau, die Geschäftsführerin des Internationalen Währungsfonds Kristalina Georgieva und die Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk zu Gast. Impact’26 ist auch ein lebendiger Ort, an dem verschiedene Perspektiven vorgestellt und Geschäftsbeziehungen geknüpft werden können.
Informationsquelle: PAP MediaRoom
Źródło:
pap-mediaroom.pl
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